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Vorsorgeuntersuchungen - Erweiterte Krebsvorsorgeuntersuchung

Die von den gesetzlichen Krankenkassen vorgesehene Krebsfrüherkennung des Mannes beinhaltet nur ein minimales Vorsorge-Programm:
Sie umfaßt die Befragung über Beschwerden und Symptome, das Abtasten der Prostata und Genitalorgane, eine Blutdruckmessung sowie in bestimmtem Alter einen Stuhltest auf verborgene Blutungsquellen im Darm. Urinuntersuchungen, Ultraschall und Laboranalysen zur Früherkennung von Erkrankungen der Nieren, der Blase, der Prostata und der Hoden sind nicht vorgesehen.

Wir empfehlen eine erweiterte Krebsvorsorgeuntersuchung, um eine höhere Sicherheit bei der Krebsfrüherkennung und beim Aufdecken von Gesundheitsrisiken geben zu können.

Wegen steigender Zahlen an Krebserkrankungen empfehlen wir bei Frauen und Männer die Durchführung von Ultraschall, Urinuntersuchung auf Blut und Entzündungszeichnen sowie den Blasentumorsuchtest (NMP 22) zur Früherkennung von Erkrankungen der Nieren und der Blase. Die Ultraschalluntersuchung der Hoden gibt zusätzliche Sicherheit bei der Erkennung von Hodenerkrankungen.

Durch diese Untersuchungen können auch andere, nicht bösartige Erkrankungen wie Harnsteine und Cysten erkannt werden.

Der Prostatakrebs (Prostatacarzinom) ist in den westlichen Industrieländern mittlerweile die häufigste bösartige Erkrankung beim Mann und gehört mit steigender Tendenz zu den häufigsten Todesursachen für Männer. Nur jeder siebte Mann im Alter über 45 Jahren geht zur Vorsorgeuntersuchung und leider kommen viele Männer oft zu spät, wenn die Erkrankung schon fortgeschritten ist. Fast ein Drittel dieser Erkrankungen verläuft tödlich. Insbesondere bei jüngeren Männern treten häufig aggressive Formen auf, die eine frühzeitige Behandlung notwendig machen.

Ziel der Vorsorgeuntersuchung der Prostata ist es, bereits im Frühstadium Veränderungen des Organs zu diagnostizieren und zu behandeln, da bei frühzeitiger Diagnosestellung die Heilungschancen hoch sind.

Allein durch das Abtasten (Palpation) der Prostata werden nur ca. 10 % der Tumore im Frühstadium entdeckt, da sie eine bestimmte Größe erreichen müssen und nicht alle Abschnitte der Prostata für den Finger zugänglich sind. Die höchste diagnostische Sicherheit einen Prostatakrebs zu erkennen, liefert die Kombination von digital-rektaler Untersuchung (DRU), transrektalen Ultraschalluntersuchung (TRUS) und die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA). So können zwei Drittel der Tumore bereits in einem noch heilbaren Stadium erkannt und somit erfolgreich therapiert werden.
Auch gutartige Erkrankungen der Prostata mit Entleerungsstörung der Blase können frühzeitig erkannt werden.

Zur Vorsorgeuntersuchung gehört auch eine Darmkrebsvorsorge:

  • Abtasten des Enddarms
  • Test auf okkultes Blut im Stuhl
  • Immunologischer Test auf Tumorantigene (M2PK)
  • Darmspiegelung