



Zunächst erfolgt eine detaillierte Befragung über die Beschwerden (Anamnese).
Zu diesen Zwecken eignet sich besonders der Symptom- und Lebensqualitätfragebogen (Internationale Prostata-Symptomenscore: IPSS).
Zur Erkennung und Diagnose einer möglichen Prostata-Vergrößerung und deren Folgen sind mehrere Untersuchungen erforderlich:
In einzelnen Fällen sind auch die Röntgendarstellung der Nieren und Harnwege (Ausscheidungsurogramm), eine Blasenspiegelung (Cystoskopie), sowie eine Harnblasendruckmessung (Urodynamik) notwendig.
Die Prostata lässt sich gut mit dem Finger vom Enddarm aus tasten. Diese Untersuchung wird als rektale Palpation (DRU) bezeichnet.
Mittels Ultraschall lässt sich Größe der Prostata und in gewissem Umfang auch ihre Struktur bestimmen. Weiterhin kann mit Ultraschall die Bestimmung des Restharns nach vorheriger Entleerung der Blase erfolgen. Der Restharn sollte beim Gesunden nicht über 20-30 ml liegen.
Eine wichtige und sehr einfach durchzuführende Untersuchung zur Feststellung einer Harnabflussbehinderung ist die Uroflowmetrie. Der Patient uriniert in einen Spezialtrichter mit Messvorrichtung, dabei gilt ein maximaler Flow von mehr als 15ml pro Sekunde als akzeptabel, von weniger als 15 ml als Zeichen einer Obstruktion.
Um eine bösartige Erkrankung auszuschließen, sind neben der rektalen Palpation (DRU) die Bestimmung des Tumormarkers "Prostata Spezifisches Antigen" (PSA) und die transrektale Sonographie der Prostata (TRUS) zu empfehlen.
Weitgehende Sicherheit in Verdachtsfall liefert die feingewebliche Untersuchung von Gewebeproben die mittels einer Feinnadel über den Enddarm gewonnen werden. (Ultraschallgesteurte Prostatabiopsie).
Auch eine Entzündung der Prostata kann zu ähnlichen Beschwerden führen und sollte mit entsprechender Diagnostik ausgeschlossen werden.
In speziellen Fällen kann ein immunologischer Test (DiaPat) oder ein molekulargenetischer Test (PCA3) mit Spezifität für das Prostatakarzinom sinnvoll sein.